“Nachhaltig und leistungsstark: der Verkehr in der Kommune der Zukunft”

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Das Rückgrat eines modernes Verkehrssystem ist ein attraktiver und leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr.
Das Benutzen des ÖPNV ist nicht nur ökologischer, sondern auch günstiger als die Fahrt mit dem Auto.
Allerdings ist der ÖPNV teilweise noch recht unattraktiv, da oft wenige Verbindungen am Tag angeboten werden oder manche Orte gar nicht angebunden sind.
Ein wichtiger Schritt zur Stärkung des ÖPNV ist, dass auch Verbindungen eingerichtet werden, die sich für sich genommen nicht rechnen. Dies sind zum Beispiel Buslinien in kleinere Orte oder außerhalb der Hauptverkehrszeiten. So wird die Attraktivität des Gesamtnetzes erhöht, was wiederum zu beträchtlichen Zuwächsen bei anderen Verbindungen führt.
Ein wichtiger Baustein ist dabei auch die Vernetzung der Nah- und Fernverkehre. Der Wechsel des Verkehrsmittels darf nicht abschreckend sein, sondern muss durch Vertaktung, Barrierefreiheit und Telematik so einfach wie möglich gemacht werden.
Baden-Württemberg ist derzeit aufgeteilt in etwa 20 Verkehrsverbünde. Problematisch ist das für die Menschen, die größere Strecken mit dem ÖPNV zurücklegen möchten, da die Verkehrsverbünde oft nicht miteinander kompatibel sind. So müssen häufig für eine Strecke mehrere Fahrscheine gekauft werden. Eine Lösung liegt hier in stärkerer Zusammenarbeit der Verkehrsverbünde, womöglich sogar deren Zusammenlegung.
Wir fordern die freie Benutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre.
Der heutige innerstädtische Verkehr ist vor allem durch den Automobilverkehr geprägt. Aber gerade auf kurzen Strecken ist das Fahrrad nicht nur die umweltfreundlichere, sondern auch die schnellere Alternative.
Voraussetzung hierfür ist ein durchgehendes und ausgeschildertes Rad- und Fußwegenetz, das wo möglich getrennt vom motorisierten Verkehr geführt wird.
Motorisierter Verkehr hat viele schädliche Auswirkungen, unter anderem Schadstoffemissionen, Lärm und Unfallgefahr.
Besonders problematisch sind diese in Wohngebieten und im Bereich von Schulen und Kindergärten. Daher fordert die GRÜNE JUGEND in genannten Bereichen eine generelle Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, wo möglich aber verkehrsberuhigte Bereiche zu schaffen.
Ein leistungsfähiges Park&Ride-Netz soll zusätzlich helfen, Ortskerne und Innenstädte zu entlasten.
Um die Vision von ökologischer Mobilität erfahrbar zu machen, fordern wir regelmäßige „autofreie” Sonntage, an denen der Stadt- bzw. Ortsbereich für den motorisierten Individualverkehr gesperrt wird und der ÖPNV kostenfrei und deutlich aufgestockt ist.
Die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie der EU steht in den kommenden Jahren an. Dabei müssen die städtischen Verkehrskonzepte von Grund auf überdacht werden, wenn die Grenzwerte eingehalten werden sollen. Der Verzicht auf das Auto muss so attraktiv wie möglich gemacht werden.